Neue Attraktion-Steinbruch in der Kleinen Saechsischen Schweiz

Das Team um Familie Lorenz hat ihr Vorhaben, auch in diesem Jahr im Miniaturpark Kleine Sächsische Schweiz wieder ein neues Modell zu bauen, erfolgreich in die Tat umgesetzt. Die 5. Bahnerlebnistage am 21./22.04.2012 waren ein würdiger Rahmen, um die neue Attraktion, einen animierten Steinbruch, der Öffentlichkeit vorzustellen. Zugegeben, bei meinem letzten Besuch im Miniaturpark zur Saisoneröffnung vor 3 Wochen hatte ich bei Anblick der Baustelle leise Zweifel, ob dieser Termin eingehalten werden kann. Und tatsächlich wurde buchstäblich bis zur letzten Minute an dem Modell gearbeitet. Zwei Stunden vor dem „ersten Knall“ sah der Steinbruch noch so aus … .

Zum Glück zeigte sich das April-Wetter von seiner besseren Seite. So gestaltete sich die Wartezeit dann auch kurzweilig mit Bahnfahren, Modelle ansehen und funkferngesteuerte Boote steuern … .

Die Zeit verging bei Kaffee, einem kleinen Imbiss und interessante Gesprächen. Mittlerweile hatten sich schon eine größere Gruppe Besucher eingefunden, um der Eröffnung des neuen Steinbruch-Modells beizuwohnen. Schließlich war es soweit und das Warten hatte ein Ende. Der Platz vor der neuen Miniaturpark-Attraktion füllte sich. Herr Jan Lorenz hielt eine kleine Eröffnungs-Ansprache, in der er das Modell vorstellte und sich bei den Erbauern für ihre Arbeit bedankte.

Gespannt harrten Alle der kommenden Vorführung. Würde alles so funktionieren, wie es geplant war? Eine Lautsprechenstimme erklärte den Zuschauern, welche Singale gleich ertönen werden und welche Bedeutung diese haben. Dann das erste Hornsignal, die Spannung wuchs. Es folgten zwei Hornsignale, denen kurz darauf eine „Explosion“ folgte. Eingehüllt in eine Rauchwolke fiel der „herausgesprengte“ Sandsteinblock. Gleichzeitig „bebte“ die Platte, auf der die Besucher vor dem Modell standen und verstärkte so noch zusätzlich die Illusion einer Sprengung. Die Spannung löste sich nach drei Hornsignalen, die vom Ende der Vorführung kündeten. Eine Zeit lang herrschte Schweigen, dann besiegelte ein Applaus der Zuschauer die bestandene Premiere der Steinbruch-Animation.

Freude bei allen Anwesenden, Erleichterung bei den an den Arbeiten Beteiligten. In dem Steinbruchmodell steckt viel Zeit, Ideen und handwerkliches Geschick. Die hinter der Animation stehende Mechanik ist ausgeklügelt. Auf einer Welle, angetrieben und bewegt durch eine Kette, sind 4 „Sandsteinwände“ angebracht, die sich wie ein Schaufelrad bewegen – fällt eine „Wand“ durch die „Sprengung“, so dreht sich die Achse um 90 Grad weiter und die nächste Wand füllt die entstandene Lücke. Einfach und effektiv, da die Anlage somit wieder bereit für die nächste Vorführung ist. Wie jede Miniatur hier im Park hat auch das Steinbruch-Modell ein reale Vorbilder in der Wehlener Region. Die Anlage soll den Abbau des Sandsteins zeigen, von der Sprengung bis zum Abtransport. Die zweigeteilte Anlage veranschaulicht die Arbeit im Steinbruch in früheren Jahren und heute. Liebevoll gestaltete Figuren aus Sandstein stellen die Arbeit der Steinbrecher in einer Zeit dar, als der Sandstein noch per Hand gebrochen wurde. Es war eine schwere und gefährliche Arbeit. Dieser (kleinere) Teil der Anlage ist nicht animiert.

Sicher ist, dass dieser Steinbruch die Bezeichnung „Attraktion“ verdient und die Besucher der Kleinen Sächsischen Schweiz in Zukunft begeistern wird. Die Chronik des Miniaturparks in Dorf Wehlen wird den 21.April 2012 als Tag der Inbetriebnahme des Steinbruchs verzeichnen. Ich bin gespannt, was die Besucher als Nächstes bestaunen können … . Wer mehr zur Historie der Elbsandsteinbrüche erfahren möchte, dem sei die Site Steinbruchführungen – auf den Spuren der Steinbrecher von Andreas Bartsch empfohlen.

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