Urlaub im Elbsandsteingebirge ist Hochwasserhilfe!

Wie ist die Lage in der Sächsischen Schweiz?

In den meisten Bundesländern haben die Sommerferien schon begonnen, in den Bundesländern Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt fangen sie nächste Woche an. Die Vorfreude bei den Kindern ist groß und verständlich. Viele Familien haben sicher geplant, in den Sommerferien die Sächsische Schweiz zu besuchen. Wie ist die Lage so kurz nach dem Elbehochwasser im Juni? Ich habe mich einmal ein wenig umgesehen und umgehört. Und ich habe gestaunt, wie schnell an der Beseitigung der Schäden gearbeitet wurde und noch wird. Es ist schier unglaublich, was die Bewohner, die Einsatzkräfte und die vielen freiwilligen Helfer in der relativ kurzen Zeit nach dem Rückzug der Elbefluten bis jetzt geschafft haben! Nun ist es wichtig, dass Urlauber und Touristen kommen … .

Die gute Nachricht zuerst: die Sächsische Schweiz ist bereit für die Sommergäste! Die Freizeit-und Themenparks sind alle wieder geöffnet, die Straßen (auch nach Tschechien) befahrbar, die Parkplätze sind erreichbar. Vom Hochwasser betroffen gewesene Anbieter wie zum Beispiel die Firmen Elbe-Adventures in Wehlen und Kanu-Aktiv-Tours in Königstein bieten wieder Schlauchboot-Touren auf der Elbe an. Die Linienbusse und die S-Bahn verkehren wieder, der Elberadweg lädt zu Radwandertouren ein.

Auch einige Gaststätten, Hotels und Pensionen im vom Hochwasser unmittelbar betroffenen Gebiet des Elbtals sind entweder schon wieder geöffnet oder arbeiten daran, in den kommenden Tagen, Wochen oder Monaten Gästen wieder eine Unterkunft zu bieten.  So ist zum Beispiel das Bio-und Nationalparkhotel Helvetia in Schmilka wieder geöffnet.  Ab dem 11. Juli will das Parkhotel Bad Schandau in der Villa Sendig und dem Gastronomiebereich, das Hotel Lindenhof ab 15. August wieder Gäste empfangen. Die Pension Bomätscher in Königstein ist ebenfalls wieder offen, die Gaststätte leider noch nicht. In Wehlen hat unter anderem die „Elbresidenz am Nationalpark“ wieder geöffnet.

Auch in Kurort Rathen sieht es schon recht gut aus. Die Gastronomie ist wieder offen und die allermeisten Unterkünfte sind bereit zum Empfang von Urlaubern (Hotel Amselgrundschlößchen geschlossen). Die Eisenbahnwelten in Rathen haben ebenfalls wieder geöffnet (wie es dort ausgesehen hatte, das zeigen die Hochwasser-Bilder Kurort Rathen).

Das Kirnitzschtal ist von Bad Schandau aus bis zum Lichtenhainer Wasserfall befahrbar, auch die Kirnitzschtalbahn fährt wieder. Der Campingplatz Ostrauer Mühle ist ebenfalls problemlos zu erreichen. Die Buschmühle, das Gasthaus Neumannmühle, das technische Denkmal Neumannmühle und der Wanderparkplatz Neumannmühle sind von Sebnitz (über Ottendorf) aus erreichbar. Für Wanderer gibt es also auch keine Einschränkungen.

Aber natürlich gibt es auch noch einige Dinge, die noch nicht wieder hergestellt und geöffnet werden konnten oder noch nicht wieder funktionieren.

Noch nicht ganz so gut wie im Kurort Rathen sieht es derzeit in Stadt Wehlen aus. Das Bad ist geschlossen, ebenso einige Hotels und Pensionen (u.a. Hotel Cafe Richter, Strand Hotel Wehlen, Pension Bauernhäus’l …).

Auch in Bad Schandau gibt es noch einiges zu tun nach dem Hochwasser. Die Toskana-Therme ist bis auf Weiteres dicht (eine Alternative ist da zum Beispiel das Kräutervitalbad Sebnitz) und eine Reihe von Hotels in Elbnähe (u.a. Elbhotel Bad Schandau, Hotel Elbresidenz Bad Schandau) werden auch noch eine mehr oder minder lange Zeit geschlossen bleiben müssen. Das Nationalparkzentrum soll Ende dieser Woche wieder besuchbar sein …. .

Königstein hat andere Probleme. Dort gibt es im Moment keinen funktionierenden Bankautomaten und die Kaufhalle (Edeka-Markt) ist noch geschlossen. Ein paar Euro-Scheine zusätzlich vor der Anreise einzustecken ist da sicher keine schlechte Idee. Der nächste Einkaufsmarkt ist übrigens Lidl in Bad Schandau … .

Die Tourist-Informationen der Ortschaften sind besetzt und geben gerne Auskunft über die aktuelle Situation.

Auch wenn noch nicht alle Schäden beseitigt sind, so gibt es keinen Grund die Sächsische Schweiz nicht zu besuchen. Im Gegenteil! Wer die Region besucht hilt den Menschen hier, wieder auf die Beine zu kommen – nicht nur finanziell. Es gibt ihnen ebenso Mut und Zuversicht.

Urlaub in der  Sächsischen Schweiz ist die beste Hochwasserhilfe!

„Man besucht einen Kranken am Krankenbett und nicht erst, wenn er wieder auf dem Tisch tanzt“ sagte kürzlich ein Urlaubsgast treffend … .

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