Historie

Ausflüge in die Sebnitzer Geschichte

Die Geschichte von Sebnitz und seiner Ortsteile in der hinteren Sächsischen Schweiz begann im 12./13. Jahrhundert mit der Ostbesiedlung durch deutsche Bauern. In der ersten Zeit ein Teil auch der Böhmischen, später der sächsischen und deutschen Geschichte, konnte Vieles aus der Vergangenheit bewahrt und wieder entdeckt werden.

Die Geschichte von Sebnitz ist reich an Ereignissen und Veränderungen. Wie in ganz Europa, so verschonte zum Beispiel auch die Pest im Mittelalter nicht die Region. Ein historisches Zeugnis dafür ist der, auch für Geocacher interessante, Sebnitzer Peststein unweit des Geländes des Sebnitzer Westernvereins Westernvillage e.V. .

Im Dreißigjährigen Krieg wurde unsere Region von den Kriegsereignissen schwer betroffen. Not, Leid und Tod waren ständige Begleiter dieser schlimmen Jahre. Heute erinnert der Taufstein von 1637 an die damaligen Ereignisse. Bei einer Wanderung durch den Sebnitzer Wald könnt Ihr diesen für die Sebnitzer Historie wichtigen Ort besuchen. Wer mehr zu diesem dunklen Kapitel der Sebnitzer Region erfahren möchte, dem empfehle ich diese Lektüre:

Geschichte und Beschreibung des Churfürstlichen Amts Hohnstein mit Lohmen, insbesondere der unter dieses Amt gehörigen Stadt Sebniz von Wilhelm Lebrecht Götzinger, Vierzehnter Absatz: Kriegsunruhen, Seite 282 und 283)

Die Existenzgrundlage der Sebnitzer Bürger waren Handwerk, Handel und Landwirtschaft. Das wichtigste Handwerk in Sebnitz war das der Leinenweber. Mit Aufkommen der Webmaschinen allerdings verlor die Leinenweberei mit Handwebstühlen in Sebnitz an Bedeutung.  Ein neues Handwerk etablierte sich in der Stadt – die Herstellung künstlicher Blumen. Sie entwickelte sich ab 1834 zum wichtigsten Sebnitzer Industriezweig, dessen Entwicklung Ihr im Museum Deutsche Kunstblume und im Heimatmuseum Sebnitz (siehe Menuepunkt Sebnitzer Museen) sehen könnt.

Aber auch die Bewohner der heute zu Sebnitz gehörenden Ortschaften rings um das Kirnitzschtal hinterließen ihre Spuren in der Geschichte der Region. Der Waldreichtum des Gebietes der hinteren Sächsischen Schweiz und der Holzabbau sowie der Transport des geschlagenen Holzes auf der Kirnitzsch war über Jahrhunderte eine wichtige Einnahmequellen für die Bewohner, die als Holzfäller, Flößer und Arbeiter in den Säge-und Mahlmühlen im Kirnitzschtal tätig waren. Wer auf ihren Spuren wandeln möchte, dem empfiehlt sich unter anderem eine Besichtigung des Technischen Denkmals Neumannmühle, ein Besuch in der Waldarbeiterstube Hinterhermsdorf, eine Historische Kahnfahrt zur „Oberen Schleuse“ in Hinterhermsdorf oder eine Wanderung auf dem Flößersteig im Kirnitzschtal.

Seit 1904 wurde in der Papierfabrik Sebnitz hochwertiges Papier hergestellt. Ab 1950 bis zur Wende produzierte in den Hallen der ehemaligen Papierfabrik das Hebezeugwerk ABUS (ab 1971 zum ehemaligen VEB Erntemaschinen Neustadt/Sa. gehörend) Kranfahrzeuge und Erntemaschinen.

Als gute Gastgeber erwiesen sich die Sebnitzer auch als Ausrichter des „Tag der Sachsen 2003“ mit mehr als 250.000 Besuchern und beim 15. sächsischen Landeserntedankfest 2012.

Mehr Sebnitzer Historie

  • Hirschstein Sebnitz
  • Sebnitzer Schattenspiel und  Scherenschnittkunst
Print Friendly


Wanderführer
Gefecht bei Krietzschwitz
Der Panoramaweg

Schlacht bei Kulm und Priesten Lehrpfadheft
"Schlacht bei Kulm"

Wanderführer Pfaffenstein
Wanderführer
Pfaffenstein
Wasserstand Sebnitz